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Hier finden Sie die aktuellen epidemiologischen Meldungen der letzten drei Monate. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

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Aktuelle epidemiologische Informationen: KW 2 / 2017:

Legionellose in den USA (Washington)

Im University of Washington Medical Center in Seattle im US-Bundesstaat Washington sind drei Patienten an Legionellose erkrankt. Zwei Patienten sind an der Infektion verstorben. Als Infektionsquelle ist ein Wasserturm auf dem Klinikgelände identifiziert werden. Bei Reise-Rückkehrern aus Seattle und der University of Medical Center mit Symptomen einer Infektion des tiefen Respirationstrakts soll eine Legionellose ausgeschlossen werden (ProMED, 16. September 2016).

Zika-Fieber in Thailand

Die thailändischen Behörden berichten über 20 Erkrankungsfälle von Zika-Fieber in Thailand. Die Fälle werden u.a. aus Chiang Mai, Phetchabun, Bun Kann und Chanthaburi gemeldet. Reisende nach Thailand sollen eine ganztägige individuelle Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchzuführen. Bei Reise-Rückkehrern aus Thailand mit fieberhaften oder exanthematischen Infektionen soll eine Zika-Virusinfektion abgeklärt werden (ProMED, 15. September 2016).

Tollwut in den USA (Fairgrounds)

In der Nähe der Stadt Fairgrounds sind eine Reihe von erkrankten und toten Fledermäusen in Apartments gefunden worden. Die Untersuchungen zeigten, dass einige der Fledermäuse mit Tollwut infiziert waren. An zwei Bewohner wurde daraufhin eine Tollwut-Post-Expositionsprophylaxe verabreicht. Eine Häufung von Tollwut-infizierten Fledermäusen weist auf einen Anstieg der Virusaktivität in der Fledermaus-Population hin. Reisende in den Bundesstaat Colorado sollen alle direkten Kontakte mit Fledermäusen vermeiden. Im Fall eines entsprechenden Kontakts soll sofort ein Arzt aufgesucht werden (ProMED, 15. September 2016).

Vibrio-Infektion in den USA (Alabama)

In Mobile County im US-Bundesstaat Alabama ist ein 71jähriger Mann an einer Infektion mit Vibrio vulnificus erkrankt. Nach den Angaben erfolgte die Infektion in den Wässern um Dauphin Island. Reisende mit Immunsuppression, mit Diabetes mellitus oder mit Lebererkrankungen sollen momentan direkte Kontakte mit dem Wasser um die Dauphin Insel vermeiden (ProMED, 15. September 2016).

Milzbrand in Indien

Im Similpal Tigerreservat im indischen Bundesstaat Odisha sind zwei Elefanten, eine Kuh und ein Kalb am Milzbrand verendet. Nach den Angaben der lokalen Wächter könnte die Infektion im nahe benachbarten Bundesstaat Jharkand erfolgt sein und die infizierte Kuh dann über die Grenze des Reservats eingedrungen sein. Reisende nach Indien sollen jeden direkten Kontakt mit erkrankten Tieren oder Tierkadavern vermeiden. Fleisch soll nur in gut durchgegartem Zustand und aus bekannter Herkunft verzehrt werden (ProMED; 15. September 2016).

Toxische Algenblüte in Großbritannien

Vom Lake Hemlington in der englischen Grafschaft Middlesborough wird eine Blaualgen-Blüte gemeldet. Die Gesundheitsbehörden warnen die Bevölkerung vor direkten Kontakten mit dem Wasser, da es hohe Konzentrationen von Algentoxinen enthalten kann, die zu gesundheitlichen Störungen führen können. Auch Haustiere sollen vom Wasser ferngehalten werden. Die hohen Toxinkonzentrationen können u. a. für Hunde tödlich sein. Reisende an den genannten See sollen jeden direkten Kontakt mit dem Wasser des Sees vermeiden (ProMED, 15. September 2016).

Gelbfieber in Peru

Aus Peru werden seit Jahresbeginn 85 Erkrankungsfälle durch Gelbfieber gemeldet. Damit liegt die Zahl deutlich über den gemeldeten Fallzahlen der letzten neun Jahre. Betroffen sind insgesamt acht Departments von Peru. Die überwiegende Zahl der Erkrankungsfälle wird aus der Region Junin mit den Provinzen Chanchamayo und Satipo gemeldet. Es handelt sich ausschließlich um Fälle durch die sylvatische Übertragungsform. Reisende in die Amazonas-Tiefländer Peus sollen über eine Gelbfieber-Impfung verfügen  (ProMED, 15. September 2016).

Gelbfieber in Kolumbien

Aus Kolumbien wurden seit Jahresbeginn fünf bestätigte und 12 Verdachtsfälle von Gelbfieber gemeldet. Einer der bestätigten Erkrankungsfälle stammt aus dem Department Vaupes und ist der erste je in diesem Department gemeldete Gelbfieber-Fall. Die übrigen Fälle stammen aus den Departments Meta, Cordoba, Vichada, Casanare, Choco und Guainia. Aus dem Department Meta mit der bei Touristen beliebten Region La Macarena meldet eine Epizootie bei Primaten im Regenwald, was ebenfalls auf eine Gelbfieber-Viruszirkulation hindeutet. Reisende in die Amazonas-Tiefländer Kolumbiens sollen über eine Gelbfieber-Impfung verfügen  (ProMED, 15. September 2016).

Gelbfieber in Brasilien

Seit Jahresbeginn wurden aus Brasilien drei Fälle von Gelbfieber gemeldet, davon zwei autochthone Fälle und ein importierter Erkrankungsfall. Die beiden Gelbfieber-Infektionen stammen aus den brasilianischen Bundesstaaten Goias und Sao Paulo. Es handelt sich um sylvatische Fälle, d.h. sie wurden im Rahmen eines Urwald-Übertragungszyklus übertragene. Reisende in den Amazonas-Regenwald Brasiliens sollen eine Gelbfieber-Impfung aufweisen (ProMED, 15. September 2016).

Masern in Australien aus Thailand und Indonesien

Aus dem australischen Bundesstaat Southern Australia werden zwei importierte Fälle von Masern gemeldet. Ein Patient hatte sich auf einer Reise nach Thailand infiziert und war nach seiner Rückkehr erkrankt. Eine Patientin hatte die Virusinfektion während eines Ferienaufenthalts auf Bali erworben und war ebenfalls nach der Rückkehr nach Australien erkrankt. Die beiden Beispiele zeigen, dass die Masern in Südostasien und auch in den touristisch beliebten Regionen weiterhin endemisch vorkommen. Reisende nach Südostasien sollen über einen ausreichenden Immunschutz gegen Masern verfügen (ProMED, 15. September 2016).

Hantavirus-Kardiopulmonales Syndrom in Chile (2)

Ein 62jähriger Mann hat sich im Gebiet von Lauca in der Los Lagos-Region mit Andes-Virus infiziert. Es handelt sich um den zweiten Fall eines Hantavirus-Kardiopulmonalen Syndroms in der Region in diesem Jahr. Überträger des Virus ist die Langschwanz-Zwergreisratte. Reisende nach Chile sollen jeden direkten Kontakt mit Nagetieren oder mit durch deren Sekrete oder Exkrete kontaminierten Gegenständen vermeiden (ProMED, 14. September 2016).

Multiresistente Acinetobacter in Spanien

Aus dem Universitäts-Klinikum Virgen de la Arrixaca wird ein nosokomialer Ausbruch mit einem multiresistenten Stamm von Acinetobacter baumannii gemeldet. Aktuell sind mindestens 22 Patienten kolonisiert bzw. infiziert. Betroffen ist v. a. auch die Intensivstation der Klinik. Reise-Rückkehrer, die sich als Patienten in der Klinik aufhielten sollen auf Kolonisation mit dem Erreger getestet werden (ProMED, 14. September 2016).

West Nil-Fieber in Rumänien (2)

Nach inoffiziellen Informationen sind in diesem Jahr bereits mehr als 40 Bewohner in Rumänien an einer Infektion durch West Nil-Virus erkrankt. Vier Patienten sind an der durch Stechmücken übertragenen Virusinfektion verstorben. Erkrankungsfälle werden vorwiegend in Bukarest gesehen, treten aber auch in den Distrikten Mures, Iasi, Neamt, Galati, Dolji, Prahova, Dambovita, Iurgiu, Ilfov, Ialomita, Braila und Tulcea auf. Reisende nach Rumänien sollen bei Anwesenheit von Stechmücken eine individuelle ganztägige Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED, 12. September 2016).

Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber in Afghanistan

Die Gesundheits- und die Veterinärbehörden Afghanistans haben anlässlich des bevorstehenden Eid-al-Adha Opferfests eine Warnung vor dem Krim-Kongo Hämorrhagischen Fieber ausgegeben. Nach den Informationen sind in diesem Jahr bereits mehr als 70 Menschen an der Virusinfektion erkrankt. Davon sind 12 Patienten verstorben. Danach soll jeder direkte Kontakt mit tierischem Blut oder rohen Tierprodukten vermieden werden. Auch sollen Maßnahmen zum Schutz vor Zeckenstichen (individuelle Zecken-Expositionsprophylaxe) durchgeführt werden (ProMED, 13. September 2016).

Schlangenbisse in Vietnam

Aus Vietnam wird ein starker Anstieg von Bissen durch die Weißlippen-Bambusotter gemeldet. Betroffen ist insbesondere das Mekong-Delta. Die Schlangenart scheint eine hohe Population entwickelt zu haben und findet sich häufig in der Nähe des Menschen um und auch in Häusern. Nach Angaben eines Militärkrankenhauses im Mekong-Delta werden täglich 6-7 Bewohner mit Schlangenbiss zur Behandlung eingewiesen. Das Gift der Weißlippen-Bambusotter weist überwiegend antikoagulierende Komponenten auf. Es existiert ein Antiserum. Reisende in das Mekong-Delta sollen vorsichtig sein und möglichst Aktivitäten vermeiden, die einen Kontakt mit der Schlangenart möglich machen (ProMED, 13. September 2016).

Geflügel-Influenza in China

Aus China wird ein weiterer Erkrankungsfall durch das vorwiegend bei Geflügel auftretende Influenzavirus Serotyp A H9N2 berichtet. Es handelt sich um ein 4jähriges Mädchen aus der chinesischen Provinz Jiangxi. Weitere Informationen zum möglichen Übertragungsweg und zur Infektionsquelle liegen nicht vor. Üblicherweise erfolgt die Übertragung durch direkte enge Kontakte mit Geflügel. Reisende nach China sollen enge Kontakte mit Geflügel und rohen Geflügelprodukten auf Geflügelmärkten und im häuslichen Umfeld meiden und eine saisonale Influenza-Impfung aufweisen (ProMED, 12. September 2016).

Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber in Pakistan (4)

Aus Pakistan werden weitere Patienten mit Krim-Kongo  Hämorrhagischem Fieber gemeldet. Ein Patient aus der Provinz Balotschistan ist erkrankt. Ebenso wurde bei einem Patienten aus der Provinz Punjab die Virusinfektion diagnostiziert. Insgesamt sin in diesem Jahr bereits mehr als 30 bestätigte Patienten (9 in Balotschistan, 4 in Khyber Pakhtunkhwa, 8 in Azad Jammur und Kaschmir, und 13 in Punjab) aufgetreten. Reisende nach Pakistan sollen jeden direkten Kontakt mit unbehandelten tierischen Fleischprodukten und mit Zecken von Nutztieren vermeiden. Direkte Kontakte sollen auch mit Patienten mit Fieber oder Blutungsneigung möglichst vermieden werden (ProMED, 12. September 2016).

West Nil-Virusinfektion in den USA (Michigan)

Aus dem USA-Bundesstaat Michigan wird je ein Fall einer West Nil-Virusinfektion bei einem Menschen und bei einem Pferd gemeldet. Der humane Erkrankungsfall ereignete sich im Livingston County. Der ältere Patient war der erste gemeldete Erkrankungsfall in diesem Jahr im gesamten Bundesstaat. Aus dem Allegan County wird der Erkrankungsfall bei einem Pferd gemeldet. Das Tier wurde eingeschläfert aufgrund der schweren neurologischen Symptomatik. Aus dem Bundesstaat New York werden zwei Erkrankungsfälle bei Pferden gemeldet (St. Lawrence County, Suffolk County). Der Bundesstaat Oklahoma meldet den dritten Erkrankungsfall bei einem Pferd in diesem Jahr. Im US-Bundesstaat Wisconsin sind es in diesem Jahr bereits fünf Fälle bei Pferden (Clark Younty 3 Fälle, St. Croix County und Rusk County jeweils ein Erkrankungsfall). Reisende in die genannten US-Bundesstaat sollen bei Anwesenheit von Stechmücken eine individuelle ganztägige Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED, 12./15. September 2016).

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