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Hier finden Sie die aktuellen epidemiologischen Meldungen der letzten drei Monate. Die epidemiologischen Informationen werden wöchentlich vom Virologen Dr. Dobler zusammengestellt.

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Aktuelle epidemiologische Informationen: KW 2 / 2017:

Mumps in den USA (Missouri)

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden der University of Missouri in Columbus, im US-Bundesstaat Missouri sind dort mindestens acht Studenten an Mumps erkrankt. Die Behörden erwarten weitere Erkrankungsfälle in den kommenden Tagen bis zu drei Wochen. Von der State University of New York wird ein Ausbruch mit bisher mindestens 12 Erkrankungsfällen gemeldet. In aktuell laufenden Mumps-Ausbruch im US-Bundesstaat Arkansas stieg die Zahl der Erkrankten auf mittlerweile mehr als 1.000 Fälle an. Hier ist besonders der Nordosten des Bundesstaats betroffen. Reisende und vor allem Studenten, in die USA sollen über einen ausreichenden Immunschutz gegen Mumps verfügen (ProMED, 5. /9. November 2016).

Gelbfieber in Brasilien (Sao Paulo 2)

In der Region Rio Preto im Norden des brasilianischen Bundesstaats Sao Paulo wurde bei mehreren toten Affen Gelbfieber diagnostiziert. Die Gesundheitsbehörden haben daraufhin eine Warnung ausgegeben. Alle Reisenden in die genannte Region müssen einen Gelbfieber-Immunschutz aufweisen. Im Nordosten des gleichen Bundesstaats wurden tote Affen in der Region von Pindorama und von Ibira gefunden, bei denen ebenfalls Gelbfieber nachgewiesen werden konnte. Auch hier sollten Reisende nur mit einer gültigen gelbfieber-Impfung hinreisen (ProMED, 5. November 2016).

Cholera in Süd-Sudan

Seit Mitte Oktober wurden im UN-Flüchtlingslager in Bentiu im Süd-Sudan knapp 80 Verdachtsfälle von Cholera registriert. Bei fünf der Patienten konnte die Diagnose bestätigt werden. Mehr als 100.000 Menschen leben in dem Flüchtlingslager. Die Gesundheitsbehörden schätzen die Situation als kritisch ein. Insgesamt sind im Süd-Sudan seit Juli mehr als 3.000 Menschen an Cholera erkrankt. Die Erkrankung breitet sich weiter aus. Reisende in die Region und vor allem in das Lager sollen alle Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten. Bei humanitären Aktivitäten mit Erkrankten im Lager wird eine Cholera-Impfung empfohlen (ProMED, 6./15.  November 2016).

Östliche Pferdeenzephalitis in den USA (Florida 2))

In Highlands County im US-Bundesstaat Florida ist ein 2jähriges Pferd an Östlicher Pferdeenzephalitis erkrankt und wurde aufgrund der schweren neurologischen Symptomatik eingeschläfert. Es handelt sich um den zweite Erkrankungsfall bei einem Pferd im County. Auch aus Marion County im US-Bundesstaat Florida wird der zweite Erkrankungsfall bei einem Pferd in diesem Jahr gemeldet. Damit sind allein im US-Bundesstaat Florida mindestens 23 Pferde erkrankt. Auch aus dem US-Bundesstaat Wisconsin wird in Wood County noch ein Erkrankungsfall bei einem Pferd gemeldet. In dem Bundesstaat sind ebenfalls mittlerweile 13 Pferde an der Virusinfektion erkrankt und verendet. Neben dem Wood County sind auch die Counties Forest, Lincoln, Clark, Langlade und Waupaca im aktuellen Jahr betroffen. Aus Chester County im US-Bundesstaat Tennessee wird ein weiterer Fall der Östlichen Pferdeenzephalitis bei einem Pferd berichtet. Dies bedeutet, dass aufgrund des heißen und trockenen Wetters auch noch spät im Jahr mit einer Übertragung durch Stechmücken gerechnet werden muss. Reisende in die östlichen und südöstlichen Bundesstaaten sollen bei Anwesenheit von Stechmücken eine persönliche Stechmücken-Expositionsprophylaxe durchführen (ProMED, 4./8./18. November 2016).

Fledermaus-Tollwut in Belgien

In einer Breitflügel-Fledermaus im Süden der Wallonie in Belgien wurde erstmalig für Belgien ein Europäischer Fledermaus-Tollwut-Virus Typ 1 (EBLV-1) nachgewiesen. Das erkrankte Tier war von einem Wanderer entdeckt und zur Untersuchung mitgenommen worden. Dabei hatte es den Daumen des Wanderers gebissen. EBLV-1 kann beim Menschen zu einer Tollwut-Symptomatik führen. Die Gesundheitsbehörden warnen eindringlich, jeden direkten Kontakt mit Fledermäusen zu vermeiden und nach entsprechenden Kontakten sofort einen Arzt aufzusuchen (4. November 2016).

Hepatitis A in den Niederlanden

In einer Grundschule in der Region Amsterdam-Noord ist Hepatitis A ausgebrochen. Bei vier Schülern konnte die fäkal-oral übertragene Virusinfektion diagnostiziert werden. Die Behörden gehen von einer größeren Zahl klinisch inapparent infizierter Schüler aus. Es wurde eine Hepatitis A-Impfung für alle Schüler und Lehrkräfte und Beschäftigten der Schule angeordnet. Reise-Rückkehrer, die direkten Kontakt mit Schülern der Schule hatten, sollen gegen Hepatitis A geimpft werden (ProMED, 4. November 2016).

Zika-Fieber in Vietnam

Auch aus Vietnam wird ein deutliche Zunahme von Erkrankungsfällen durch Zika-Virus gemeldet. Es ist aktuell von mehr als 20 Erkrankungsfällen die Rede, wobei sich die Zahl innerhalb von nur drei Tagen mehr als verdoppelt hat. Es wird auch von einem ersten Fall von Mikrozephalie berichtet. Aus der Provinz Long an im Mekong Delta wird ein erster Erkrankungsfall gemeldet. Reisende nach Vietnam sollen Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken (individuelle stechmücken-Expositionsprophylaxe) durchführen (ProMED, 4. November 2016).

Akute schlaffe Myelitis in den USA

 

Im US-Bundesstaat Washington wurden innerhalb kurzer Zeit vier Kinder im Alter zwischen 2 und 14 Jahren mit einer akuten schlaffen Myositis in Krankenhäuser eingewiesen. Mindestens ein 6jähriges Kind ist verstorben. Damit sind bereits 11 Verdachtsfälle dieses Krankheitsbildes in diesem Jahr im Bundesstaat Washington aufgetreten. In Naaj County im US-Bundesstaat Arizona sind zwei Kinder an der Infektion vemrutlich erkrankt. In den gesamten USA wurden in diesem Jahr mehr als 90 Fälle der Erkrankung diagnostiziert, davon mehr als 40 allein in den Monaten September und Oktober. Betroffen ist eine Reihe von Bundesstaaten. Als Ursache kommen möglicherweise andere Enteroviren (z.B. Serotyp D 68) in Frage. Reisende mit Kindern in die USA sollen alle Empfehlungen der allgemeinen Händehygiene beachten (ProMED, 3./18. November 2016).

Streptokokken-Infektion in den USA

Im US-Bundesstaat New Hampshire wurden bei vier Personen invasive Infektionen mit Streptokokken der Serogruppe A (Streptococcus pyogenes) diagnostiziert. Alle vier Patienten waren Heroin-Abhängige, die die Droge intravenös konsumieren. Bisher ist ein möglicher epidemiologischer Zusammenhang unklar. Reisende in den US-Bundesstaat sollen möglichst kein dort angebotenes Heroin konsumieren (ProMED, 3. November 2016).

Japan-Enzephalitis in Indien (Odisha 4)

Der Japan-Enzephalitis Ausbruch im indischen Bundesstaat Odisha hält weiter an. Nach den Angaben der Gesundheitsbehörden handelt es sich um den schlimmsten Ausbruch, der je im Malkangiri Distrikt des Bundesstaats beobachtet wurde. Es ist von knapp 100 Todesfällen bei Kindern die Rede. Bei mindestens 27 der verstorbenen Kinder wurde Japan-Enzephalitis diagnostiziert, beim Rest der Patienten ein sog. Akutes Enzephalitis Syndrom ohne den Erreger identifizieren zu können. Insgesamt ist die epidemiologische Situation unklar. Aus dem indischen Bundesstaat Tripura wird ebenfalls eine Zunahme der Erkrankungsfälle registriert. Es ist von mehr als 60 Fällen die Rede, allerdings bisher mit nur einem Todesfall. Reisende nach Indien sollen Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken durchführen. Bei längeren Aufenthalten und erhöhtem Stechmücken-Expositionsrisiko wird eine Japan-Enzephalitis-Impfung empfohlen (ProMED, 3./7. November 2016).

Tsutsugamushi-Fieber in Nepal (8)

In Nepalgunj in der Provinz Five im Westen Nepals an der Grenze zum indischen Bundesstaat Uttar Pradesh steigt die Zahl der Patienten mit Tsutsugamushi-Fieber weiter an. Es ist von mehr als 60 Patienten in den letzten Wochen die Rede. Tsutsugamushi-fieber wird von der Rickettsien-ähnlichen Bakterienart Orientia tsutsugamushi verursacht. Der Erreger wird durch Milbenlarven übertragen, die im Urwaldgras vorhanden sind. Reisende in die Region in Nepal sollen Maßnahmen zum Schutz vor Milbenlarven (persönliche Expositionsprophylaxe) durchführen (ProMED, 3. November 20156).

Legionellose in den USA (Saratoga Springs)

In der Region von Saratoga Springs im US-Bundesstaat New York sind in den letzten Wochen mindestens 15 Bewohner an Legionellose erkrankt. Zwei Patienten sind verstorben. Bisher konnte die Infektionsquelle nicht entdeckt werden. Neun der Patienten lagen kurze Zeit vor Beginn der Symptomatik im Wesley Health Care Center in Saratoga Springs. Es ist unklar, ob die Infektion dort erfolgte und ob die anderen sechs Patienten in einer Beziehung zum Gesundheitszentrum stehen. Reiserückkehrer aus der Region von Saratoga Springs mit Symptomen eines tiefen Respirationstrakt-Infekts sollen auf Legionellose überprüft werden (ProMED, 3.5. November 2016).

Tollwut in Brasilien

In dem ländlichen Dorf Iracema im brasilianischen Bundesstaat Ceara ist ein 37jähriger Mann an Tollwut erkrankt und verstorben. Es handelt sich um den ersten Fall einer Tollwut bei einem Menschen im dem Bundesstaat seit dem Jahr 2012. Der Patient hatte im Freien geschlafen und war von einer Vampir-Fledermaus gebissen worden. Reisende nach Brasilien sollen jeden direkten Kontakt auch potenzielle Kontakte (Schlafen in einem Zimmer mit Fledermausspuren) vermeiden und im Fall eines möglichen Kontakts sofort einen Arzt aufsuchen. Schlafen im Freien soll vermieden werden (ProMED, 3. November 2016).

Tularämie in den USA (Colorado - 2)

In Mesa County im US-Bundesstaat Colorado wurde bei einem Bewohner, bei zwei Wildtieren und einem Haustier Tularämie nachgewiesen. Im benachbarten Moffat County wurde die bakterielle Infektion ebenfalls bei einem Haustier diagnostiziert. Reisende in die beiden genannten Counties im US-Bundesstaat Colorado sollen Maßnahmen zum Schutz vor Zecken durchführen. Weiterhin sollen direkte Kontakte mit Wildtieren oder Wildtier-Kadavern vermieden werden (ProMED, 3. November 2016).

Filariose in den USA

In den beiden Counties Saginaw und Genesee im US-Bundesstaat Michigan sind innerhalb der letzten Monate mehr als 170 Bewohner an Shigellose erkrankt. Die Konzentration auf zwei Counties weist auf ein Ausbruchsgeschehen hin. Bisher konnte die Infektionsquelle nicht identifiziert werden. Reiserückkehrer aus dem US-Bundesstaat  Michigan mit einer systemischen Durchfall-Symptomatik sollen auf Shigellenruhr untersucht werden (ProMED, 2. November 2016).

Dirofilariose in Mexiko

In der mexikanischen Provinz Guanajuato konnte erstmalig die Dirofilarienart Dirofilaria repens in Hundeblut nachgewiesen werden. Dies weist darauf hin, dass der Parasit in der untersuchten Region zirkuliert und von Stechmücken übertragen werden kann. Bisher galt Nordamerika frei von dieser Dirofilarienart. Die Behörden weisen darauf hin, dass bei Symptomen in der Haut mit Hinweisen auf eine Dirofilariose auf Dirofilaria repens untersucht werden soll (ProMED, 2. November 20169.

Milzbrand in Sambia Muchinga - 2)

Im North Luangwa Wildtier-Resort in  der sambischen Provinz Muchinga sind mindestens 18 Flusspferde am Milzbrand erkrankt und verendet. Die betroffene Region gehört zum North Luangwa Nationalpark. Die betroffenen Flusspferde leben entlang des Luangwa Flusses.  Reisende in den Nationalpark sollen jeden direkten Kontakt mit Flusspferd-Kadavern vermeiden (ProMED, 2. November 2016).

Cholera im Jemen (3)

Im Jemen ist die Zahl der Cholera-Verdachtsfälle innerhalb von drei Wochen auf mehr als 2.700 Fälle gestiegen und innerhalb von 12 Tagen auf mehr als 4.000 Erkrankungsfälle angestiegen. Mindestens 64 Patienten sind bisher verstorben, darunter die Hälfte Kinder unter zehn Jahren. Mindestens zehn der 23 Gouvernate des Landes sind betroffen mit besonders aktiver Übertragung in Taiz, Aden, Lahij, Al Hudaydah, Hajjah, Al Bayda, Dhamar, Ibb und Sana’a. Reisende in den Jemen sollen alle Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 2./6./8./15. November 2016).

Cholera in Ghana

In der ghanaischen Stadt Cape Coast, der Hauptstadt der Zentralregion des westafrikanischen Landes sind mindestens zehn Bewohner an Cholera erkrankt. Nach den Angaben der lokalen Gesundheitsbehörden hat das Ausbruchsgeschehen epidemische Ausmaße angenommen. Mindestens 270 Bewohner sind erkrankt. Reisende in die gesamte Region sollen alle Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 2./15. November 2016).

Cholera in der Zentralafrikanischen Republik

In der Nähe der Stadt Gbabaté in der Präfektur Ouaka an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo sind mindestens fünf Bewohner an Cholera erkrankt. Alle fünf Patienten stammen aus einer Familie. Eine Einschleppung aus dem Kongo ist möglich, da dort ebenfalls Fälle von Cholera auftreten. Reisende in die gesamte Region sollen alle Empfehlungen der allgemeinen Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene beachten (ProMED, 2. November 2016).

Kryptosporidiose in Großbritannien (Kent)

In der Stadt Rainham in der englischen Grafschaft Kent sind dutzende von Kindern an Kryptosporidiose erkrankt. Als Infektionsquelle konnte das Wasser des Schwimmbads identifiziert werden, das von allen Patienten besucht worden war. Die Infektion fand am 28. Oktober statt. Reiserückkehrer aus Rainham, insbesondere mit Kindern, mit gastrointestinalen Symptomen sollen auf Kryptosporidien untersucht werden (ProMED, 2. November 2016).

Hantavirus-Kardiopulmonales Syndrom in Panama 2

In der panamaischen Provinz Los Santos ist ein 24jähriger Mann am Hantavirus-Kardiopulmonalen Syndrom erkrankt. Der Patient stammt aus der Stadt Tonosi und ist der dritte Erkrankungsfall an der Virusinfektion in diesem Jahr in der Provinz. Vermutlich handelt es sich um eine Infektion mit dem Choclo-Virus, das endemisch in der Region vorkommt. Reisende nach Panama sollen jeden direkten Kontakt mit Nagetieren und durch deren Exkrete und Sekrete kontaminierte Gegenstände vermeiden (ProMED, 1. November 2016).

Krim-Kongo Hämorrhagisches Fieber in Pakistan (Sindh)

In der pakistanischen Provinz Sindh ist ein Veterinär am Krim-Kongo Hämorrhagischen Fieber erkrankt. Allein in der Stadt Karachi wurden in diesem Jahr bereits 76 Fälle der Virusinfektion diagnostiziert. Neun Patienten haben die Infektion nicht überlebt. Das gleichnamige Virus wird durch Zecken, durch Tierprodukte oder durch Kontakte mit Patientenblut übertragen. Reisende nach Pakistan sollen daher Maßnahmen zum Schutz vor Zeckendurchführen. Weitehirn sollen direkte Kontakte mit unbehandelten tierischen Produkten und mit Patientenmaterial vermieden werden (ProMED, 1. November 2016).

Bleivergiftung durch Mexikanische Tonwaren in Kanada

In der Glasur von mexikanischen Tonwaren wurden hohe Konzentrationen von Blei festgestellt. Wenn die entsprechenden Tonwaren zum Essen oder Trinken verwendet werden, dann kann das Blei in die Nahrung übertreten und zu erhöhten Bleikonzentrationen im Blut führen. Bei entsprechenden Personen konnten Bleigehalte mit bis zum 36fachen der Normalwerte nachgewiesen werden. Die Gesundheitsbehörden warnen, nicht aus mexikanischen Tonwaren zu essen oder zu trinken (ProMED, 1. November 2016).

Taubheit nach Windpocken-Impfung

Bei einer 17jährigen jungen Frau ist nach Verabreichung der zweiten Windpocken-Impfung in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung eine schwere Taubheit aufgetreten. Bisher sind die genauen Zusammenhänge unklar. Bei erhöhtem Expositionsrisiko soll bei Erwachsenen eine Windpocken-Immunität kontrolliert und ggf. auch genetisch untersucht werden (ProMED, 30. Oktober 2016).

Influenza in den USA (Ohio)

Im US-Bundesstaat Ohio ist ein 13jähriger Jugendlicher an einer Influenza durch eine  Virusvariante H3N2v erkrankt. Darauf hin wurde die Infektion auch bei einem 9jährigen Kind diagnostiziert. Beide Patienten hielten sich die Tage vorher auf einer Landwirtschats-Ausstellung auf. Die Infektion stammt von Schweinen und kann auf den Menschen übertragen, aber wohl nicht von Mensch-zu-Mensch übertragen werden. Reisende in den US-Bundesstaat Ohio sollen sich auf Landwirtschafts-Ausstellungen von Schweinen fernhalten (ProMED, 30. Oktober 2016).

Hand-Fuß-Mund-Krankheit auf den Grenadinen

Auf der Insel Grenada in der karibischen See ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ausgebrochen. Aktuell ist von mindestens 12 Erkrankungsfällen die Rede. Die Infektionen traten über die gesamte Insel verstreut auf. Weitere Informationen, z.B. zum verursachenden Erreger wurden nicht gemacht. Es handelt sich um Enteroviren oder Coxsackie-Viren, die über direkten Kontakt oder über kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Reisende auf die Grenadinen-Inselgruppe sollen alle Empfehlungen der Händehygiene beachten (ProMED, 30. Oktober 2016).

Hand-Fuß-Mund-Krankheit in den USA (Mariannen-Inseln)

Auf den zu den USA gehörenden Mariannen-Inseln ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ausgebrochen. Es ist von mindestens acht Erkrankungsfällen die Rede. Die Mehrzahl der Fälle trat bei Kindern im Alter unter fünf Jahren auf. Zum Erreger wurden keine Angaben gemacht. Es handelt sich um Enteroviren oder Coxsackieviren, die über direkten Kontakt oder über kontaminierte Gegenstände übertragen werden. Reisende auf die Marianneninsel-Gruppe sollen alle Empfehlungen der Händehygiene beachten (ProMED, 30. Oktober 2016).

Japan-Enzephalitis in Indien (Odisha 3)

Im Malkangiri-Distrikt im indischen Bundesstaat Odisha wird weiterhin eine Aktivität der Japan-Enzephalitis registriert. Aktuell ist von mehr als 30 Todesfällen durch die durch Stechmücken übertragene Virusinfektion die Rede, während 57 weitere Todesfälle bisher nicht aufgeklärt sind. Es ist von mehr als 150 Erkrankungsfällen bei Kindern die Rede. Reisende in den Malkangiri-District im indischen Bundesstaat Odisha sollen Maßnahmen zum Schutz vor Stechmücken (individuelle ganztägige Stechmücken-Expositionsprophylaxe) durchführen. Bei erhöhter oder längerer Exposition soll eine Japan-Enzephalitis-Impfung vor Reisebeginn durchgeführt werden (ProMED, 30. Oktober/11./12. November 2016).

MERS Coronavirus-Infektionen in Saudi-Arabien

Aus Saudi-Arabien wird eine Reihe von Neuerkrankungen durch MERS-Coronavirus gemeldet. Insgesamt muss die Situation als endemisch bezeichnet werden. Die meisten der Erkrankungsfälle weisen ein hohes Expositionsrisiko über Kontakte mit Kamelen oder über enge Kontakte mit Erkrankten auf. Insgesamt werden mittlerweile mehr als 1.475 Erkrankungsfälle gemeldet, davon mehr als 615 Fälle tödlich verlaufend. Reisende nach Saudi-Arabien sollen enge Kontakte mit Kamelen und mit Patienten mit Respirationstrakt-Infektionen vermeiden (ProMED, 30. Oktober/8. November 2016). 

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